Naturheilkundliche Unterstützung bei Krebs in Frankfurt
Säure-Basen-Haushalt bei Krebs - aktuelle Forschungsergebnisse
Stoffwechsel, Immunsystem und Konstitution, ergänzend zur Onkologie in Frankfurt-Praunheim
Eine Krebsdiagnose verändert alles
Viele Menschen, die nach einer Diagnose zu mir kommen, stellen dieselben Fragen: Wie kann ich mein Immunsystem unterstützen? Wie entlaste ich meinen Stoffwechsel während der Chemotherapie? Gibt es einen Weg, meine Kräfte zu erhalten, statt nur auszuhalten?
Diese Fragen sind berechtigt. Ich kann sie Ihnen nicht nur als Heilpraktiker mit über 30 Jahren Erfahrung beantworten, sondern auch aus eigener Erfahrung.
2017 wurde bei mir eine akute lymphatische Leukämie diagnostiziert. Neun Monate lang wurde ich an einer Universitätsklinik mit Chemotherapie behandelt. Diese Behandlung hat mir geholfen, die Erkrankung zu überwinden, und dafür bin ich bis heute dankbar.
Ich kenne deshalb nicht nur die medizinische Seite einer Krebserkrankung, sondern auch die Fragen, die einen Patienten dabei begleiten: Was kommt jetzt auf mich zu? Wie verändert die Behandlung meinen Alltag? Was kann ich selbst zusätzlich tun? Und wie gehe ich mit der Angst vor dem um, was vor mir liegt?
Eine Unterscheidung ist mir dabei wichtig: Meine eigene Krankheitsgeschichte ist kein Beweis für die Wirksamkeit naturheilkundlicher Verfahren. Sie hat aber meine Haltung geprägt. Genau deshalb arbeite ich ergänzend und nicht alternativ. Wer mir sagt, er wolle die Chemotherapie durch Naturheilkunde ersetzen, bekommt von mir keine Zustimmung, sondern ein offenes Gespräch.
Wichtig: Meine Begleitung ergänzt die onkologische Behandlung und ersetzt sie nicht. Bitte besprechen Sie jede naturheilkundliche Maßnahme mit Ihrem Onkologen. Einige Pflanzenstoffe beeinflussen Enzymwege, die auch für den Abbau von Chemotherapeutika wichtig sind. Im medizinischen Notfall wenden Sie sich bitte an den Rettungsdienst unter 112 oder die nächste Notaufnahme.
Bevor Sie einen Termin vereinbaren: Rufen Sie einfach an
Die meisten Menschen, die sich in dieser Situation bei mir melden, wollen zunächst gar keinen Termin. Sie wollen wissen, ob eine naturheilkundliche Begleitung bei ihrer Erkrankung überhaupt sinnvoll ist.
Diese Frage bespreche ich gern am Telefon, unverbindlich und ohne Kosten. Sie brauchen dafür keine Unterlagen und müssen nichts vorbereiten. Wenn sich daraus nichts ergibt, ist das völlig in Ordnung. 01520 1949559 oder 069 576864
Direkt zu Ihrem Thema:
Für wen diese Behandlung geeignet ist
Meine Arbeit erfolgt ergänzend zur onkologischen Therapie. Sie richtet sich an:
- Patienten während einer Chemo- oder Strahlentherapie, die Nebenwirkungen lindern und die Organfunktion stabilisieren möchten
- Patienten in der Therapiepause, die dem Körper Zeit zur Regeneration geben wollen
- Patienten nach Abschluss der klinischen Behandlung, die ihre Gesamtregulation stärken möchten
- Patienten in der aktiven Überwachung, etwa beim Niedrigrisiko-Prostatakarzinom, solange die ärztlichen Kontrolltermine eingehalten werden
- Menschen mit gutartigen Befunden wie Myomen oder Zysten, die naturheilkundlich begleitet werden möchten
- Menschen mit familiärer Vorbelastung, die ihren Stoffwechsel regulieren möchten
Der günstigste Zeitpunkt liegt häufig in den Pausen zwischen den Therapiezyklen oder unmittelbar nach deren Abschluss.
Bei Myomen, Zysten und hormonellen Beschwerden finden Sie eine eigene Seite: Naturheilkundliche Frauenheilkunde →
Krebs ganzheitlich betrachten, ohne die Onkologie auszublenden
Die moderne Krebsmedizin verfügt über wirksame Verfahren. Operation, Bestrahlung, Chemotherapie, Immuntherapie und zielgerichtete Therapien können für einen Patienten entscheidend sein. Das stelle ich nicht in Frage.
Mich beschäftigt eine andere Frage: Welche Bedingungen im übrigen Organismus sind für einen Menschen mit einer Krebserkrankung von Bedeutung? Dabei geht es mir nicht darum, eine einzelne Ursache zu benennen oder eine einfache Gegenerklärung anzubieten. Krebs ist keine einheitliche Erkrankung. Tumoren unterscheiden sich biologisch erheblich, und die Situation jedes Patienten ist eine andere.
Mein Ansatz setzt deshalb nicht an einem Punkt an, sondern auf mehreren Ebenen.
Die acht Ebenen meines Konzepts
Welche dieser Ebenen bei Ihnen im Vordergrund stehen, hängt von Ihrer Erkrankung, Ihrer Behandlung und Ihrer Konstitution ab. Das lässt sich erst nach einer ausführlichen Anamnese sagen. Vier Ebenen beschreibe ich unterhalb der Tabelle genauer, die übrigen bespreche ich im persönlichen Gespräch.
| Ebene | Worum es geht | Wie ich vorgehe |
|---|---|---|
| 1. Säure-Basen-Regulation | Tumorzellen erzeugen ein saures Umfeld, das die Arbeit von Immunzellen behindert | Basische Mineralstoffe, Ernährungsbegleitung, Kontrolle über die Harnanalyse |
| 2. Ferroptose | Ein eisenabhängiger Zelltodweg, gegen den Tumorzellen wegen ihres hohen Eisenbedarfs schlechter geschützt sind | Artemisinin aus dem Beifuß, individuell abgestimmt |
| 3. Apoptose | Der programmierte Zelltod, den entartete Zellen umgehen | Löwenzahnwurzelextrakt und weitere Pflanzenauszüge |
| 4. Oxidativer Stress | Tumorzellen verfügen über weniger Schutzenzyme gegen Wasserstoffperoxid als gesunde Zellen | Enzympräparate aus Schlangengift (LAAO), siehe Hinweis weiter unten |
| 5. Senolytika | Alte, nicht mehr teilungsfähige Zellen setzen entzündungsfördernde Stoffe frei | Fisetin und Quercetin, zyklisch |
| 6. Organotrope Entgiftung | Leber, Niere, Darm und Lymphe tragen die Hauptlast während und nach einer Chemotherapie | Mariendistel, Schöllkraut, Löwenzahn, Goldrute, Berberitze |
| 7. Miasmatik | Die konstitutionelle Tiefenebene, die in der Homöopathie mit Wucherungsneigung in Verbindung gebracht wird | Antisykotische Mittel nach ausführlicher Konstitutionsanamnese |
| 8. Konstitutionelle Homöopathie | Die Gesamtregulation des Organismus, einschließlich der seelischen Belastung | Individuell ermitteltes Konstitutionsmittel |
Auf dem Smartphone lässt sich die Tabelle seitlich verschieben.
Das Tumormilieu und der Säure-Basen-Haushalt
Tumorzellen gewinnen ihre Energie anders als gesunde Zellen. Sie verstoffwechseln Zucker auch bei ausreichend Sauerstoff überwiegend zu Milchsäure, ein Phänomen, das nach seinem Entdecker Otto Warburg benannt ist. Die Milchsäure wird in das umliegende Gewebe abgegeben. Dort entsteht ein saures Umfeld mit pH-Werten um 6,5 bis 6,9, während gesundes Gewebe bei 7,2 bis 7,5 liegt.
Lange galt das als bloßes Abfallprodukt. Heute wird es anders gesehen: Das saure Umfeld verschafft dem Tumor einen Überlebensvorteil. Man kann es sich wie eine Tarnkappe vorstellen. Die Krebszelle wird dadurch natürlich nicht unsichtbar, aber die veränderten Bedingungen in ihrer Umgebung erschweren es Immunzellen, ihre Aufgabe zu erfüllen. „Tarnkappe“ ist dabei ein Bild und kein Fachbegriff.
Was die Säure mit der Immunabwehr macht
An der Universität Regensburg wurde 2007 gezeigt, dass Milchsäure die Vermehrung und die Botenstoffproduktion menschlicher T-Zellen im Laborversuch um bis zu 95 Prozent hemmt. Der Grund: Die T-Zellen können ihre eigene Milchsäure nicht mehr abgeben, wenn das Umfeld bereits gesättigt ist. Ihr Stoffwechsel kommt zum Erliegen. Bemerkenswert ist, dass sich dieser Effekt zurückbildete, sobald die Zellen wieder in ein normales Milieu kamen.
An der Universitätsklinik Freiburg wurde 2020 ein Schritt weiter gegangen. Dort wurde gezeigt, dass Milchsäure aus Leukämiezellen den Stoffwechsel von T-Zellen stört und dass Natriumbikarbonat diesen Effekt im Tiermodell umkehren kann. In einer begleitenden klinischen Untersuchung bei Patienten mit wiederkehrender Leukämie nach Stammzelltransplantation verbesserte sich der Stoffwechsel der T-Zellen messbar. Ob daraus ein Vorteil für den Krankheitsverlauf entsteht, ist noch offen.
Am Moffitt Cancer Center in Florida wurde 2016 im Tierversuch gezeigt, dass eine Neutralisierung des sauren Tumormilieus die Einwanderung von T-Zellen in den Tumor erhöht, vor allem in Kombination mit modernen Immuntherapien.
An chinesischen Kliniken wird außerdem ein Verfahren erprobt, bei dem Bikarbonat bei Leberkrebs direkt in den Tumor oder über die Leberarterie eingebracht und mit der Standardbehandlung kombiniert wird. Die berichteten Ansprechraten sind ungewöhnlich hoch. Einzuordnen ist das so: Die Daten stammen bislang von einer einzigen Arbeitsgruppe, eine unabhängige Bestätigung steht aus, und in den Behandlungsleitlinien ist das Verfahren nicht enthalten.
Was das für meine Arbeit bedeutet
Die chinesischen Arbeiten verwenden Injektionen direkt in den Tumor. Das ist Sache der Klinik und nicht Gegenstand meiner Praxis. Was ich tue, setzt an einer anderen Stelle an: an der Säurebelastung des gesamten Organismus.
Nach dem naturheilkundlichen Verständnis lagern sich saure Stoffwechselprodukte über Jahre im Bindegewebe ab. Ziel meiner Behandlung ist es, diese Ablagerungen zu lösen und über Niere, Leber und Lymphe zur Ausscheidung zu bringen. Ich arbeite dabei mit basischen Mineralstoffen wie Sango-Meereskoralle und Kaliumcitrat, mit Ernährungsbegleitung und mit pflanzlichen Auszügen zur Unterstützung der Entgiftungsorgane. Den Verlauf kontrolliere ich über eine quantitative Harnanalyse. Eine ausreichende Trinkmenge ist dabei ein wichtiger Teil der Behandlung.
Ich sage Ihnen offen, wo die Grenze verläuft: Dass sich über diesen Weg das Milieu unmittelbar am Tumor verändern lässt, ist nicht belegt. Der Säure-Basen-Haushalt des Menschen wird von Lunge und Niere eng geregelt, und ein veränderter Urin-pH sagt nichts über den pH-Wert eines Tumors aus. Belegt ist, dass das Tumormilieu für das Immunsystem eine Rolle spielt. Und aus meiner Praxis kenne ich seit über dreißig Jahren die Wirkung einer konsequenten Säureregulation auf das Befinden meiner Patienten. Ob und wie beides zusammenhängt, wird die Forschung zeigen müssen.
Pflanzenstoffe und Organunterstützung
Pflanzliche Arzneimittel haben in meiner Praxis einen festen Platz. Je nach Situation arbeite ich unter anderem mit Mariendistel, Schöllkraut, Löwenzahn, Goldrute, Hydrastis und Fumaria. Dabei geht es nicht darum, dass Pflanzen einen Tumor entfernen, sondern um die Unterstützung von Leber, Niere, Darm und Lymphsystem, die während und nach einer Chemotherapie die Hauptlast tragen.
Auch Sulforaphan aus Brokkolisprossen gehört zu den gut untersuchten Pflanzenstoffen. In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie mit 78 Männern, bei denen nach einer Prostataoperation der PSA-Wert wieder anstieg, verlangsamte sich unter Sulforaphan der Wiederanstieg messbar. Das ist eine der wenigen kontrollierten Humanstudien in diesem Bereich.
Ein Wort zur Vorsicht: Pflanzliche Präparate und Nahrungsergänzungsmittel können mit Krebsmedikamenten wechselwirken und deren Wirkung oder Abbau beeinflussen. Deshalb stimme ich jede Maßnahme mit Ihrer laufenden Behandlung ab, und deshalb sollten Sie auch nichts auf eigene Faust einnehmen.
Mehr zur Phytotherapie in meiner Praxis →
Ferroptose und Senolytika
Diese beiden Ansätze stammen aus der aktuellen zellbiologischen Krebsforschung, nicht aus der Naturheilkunde. Was mich daran interessiert: Mehrere der dort untersuchten Substanzen sind pflanzlichen Ursprungs, etwa Artemisinin aus dem Beifuß sowie Fisetin und Quercetin aus Obst und Gemüse.
Ferroptose ist eine Form des regulierten Zelltods, die sich von der klassischen Apoptose unterscheidet. Eine wichtige Rolle spielen dabei Eisen und oxidative Veränderungen der Zellmembran. Tumorzellen brauchen für ihr schnelles Wachstum mehr Eisen als gesunde Zellen und sind dadurch für eisenabhängige Zelltodwege anfälliger. Artemisinin und seine Abkömmlinge werden in diesem Zusammenhang intensiv erforscht, bislang aber überwiegend in Zellkultur und Tiermodell.
Senolytika richten sich gegen seneszente Zellen. Das sind Zellen, die sich nicht mehr teilen, aber im Gewebe verbleiben und über Botenstoffe ihre Umgebung beeinflussen. Umgangssprachlich werden sie manchmal Zombie-Zellen genannt. Das Forschungsprogramm der Mayo Clinic untersucht Fisetin und Quercetin systematisch in diesem Zusammenhang.
Ich verfolge diese Arbeiten seit Jahren und beziehe ein, was mir plausibel und vertretbar erscheint, im Wissen darum, dass vieles davon noch im Laborstadium ist.
Schlangenenzyme: vom Gift zum Heilmittel
Vorbemerkung zum Forschungsstand: Alles Folgende beruht auf Laborstudien und Tiermodellen. Klinische Studien am Menschen liegen nicht vor. Ich setze diese Präparate nur nach ausführlicher Aufklärung ein, individuell abgestimmt und ausschließlich ergänzend.
Schlangengifte sind hochkomplexe Enzymgemische aus 35 bis 50 verschiedenen Enzymarten. Für die therapeutische Anwendung werden unter anderem Vipern, Nattern, Kobras, Buschmeister sowie Mokassin- und Klapperschlangen genutzt. Aus dem Drüsensekret entstehen in einem aufwendigen Verfahren hochreine Präparate.
Das Enzym LAAO und sein Selektivmechanismus
Untersucht wird vor allem LAAO, die L-Aminosäure-Oxidase. Dieses Enzym wandelt bestimmte Aminosäuren um und setzt dabei Wasserstoffperoxid frei, eine Substanz, die Zellen unter oxidativen Stress setzt.
Entscheidend ist der Unterschied zwischen gesunden und entarteten Zellen: Gesunde Zellen bauen Wasserstoffperoxid über das Enzym Katalase ab, Tumorzellen verfügen häufig über deutlich weniger davon. Im Laborversuch gibt es dafür einen klaren Beleg. Gibt man zusätzlich Katalase hinzu, verschwindet die tumorzellhemmende Wirkung von LAAO vollständig. Das spricht dafür, dass Wasserstoffperoxid tatsächlich der Wirkträger ist.
In den untersuchten Tumorzelllinien löste das Wasserstoffperoxid den programmierten Zelltod aus, die Apoptose. Dabei baut sich eine geschädigte Zelle geordnet selbst ab, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen. Darüber hinaus beschreiben Forschungsarbeiten für LAAO antibakterielle, antivirale und antiparasitäre Eigenschaften.
Ob sich die im Labor beschriebene Selektivität auf den Menschen übertragen lässt, ist offen. Ich behaupte das nicht. Was ich sagen kann: Der Mechanismus ist plausibel, im Zellversuch reproduzierbar und gut dokumentiert. Den Weg von dort bis zum Nachweis am Patienten hat er noch nicht zurückgelegt.
Homöopathie und Miasmatik in der Krebsbegleitung
Die klassische Homöopathie nach Hahnemann ist in meiner Praxis kein Randthema, sie ist die übergeordnete regulatorische Ebene des gesamten Therapiekonzepts.
In der miasmatischen Analyse nach Hahnemann unterscheide ich bei Krebspatienten vor allem den sykotischen Miasmenanteil, jene konstitutionelle Tiefenebene, die mit unkontrolliertem Wachstum, Gewebeveränderungen und dem Verlust zellulärer Regulationsfähigkeit in Verbindung gebracht wird. Ihr individuell ausgewähltes antisykotisches Konstitutionsmittel wird nicht schematisch eingesetzt, sondern auf Basis einer ausführlichen Konstitutionsanamnese und der Irisdiagnose als Stoffwechselanalyse.
Eine Klarstellung ist mir hier wichtig: Die miasmatischen Begriffe gehören zur traditionellen homöopathischen Lehre. Sie sind keine wissenschaftliche Erklärung dafür, wie Krebs biologisch entsteht, und ich setze sie auch nicht als solche ein. Sie sind Teil meines homöopathischen Denk- und Behandlungssystems.
Diese Verbindung aus moderner Stoffwechselmedizin und klassischer konstitutioneller Tiefenwirkung ist in dieser Form und Systematik im Rhein-Main-Gebiet selten.
Mehr zur klassischen und miasmatischen Konstitutionstherapie →
Individuelle Stoffwechselanalyse und Irisdiagnose
Weiter oben habe ich beschrieben, dass meine Arbeit an der Säurebelastung des gesamten Organismus ansetzt und dass die acht Ebenen bei jedem Patienten unterschiedlich gewichtet sind. Damit stellt sich eine praktische Frage: Woran mache ich fest, welche Ebene bei Ihnen im Vordergrund steht?
Die erste Grundlage sind Ihre Befunde. Wenn vorhanden, beziehe ich Laborwerte, Arztberichte, bildgebende Untersuchungen und Ihre aktuelle Medikation in die Anamnese ein.
Ein Blutbild hat dabei eine Eigenschaft, die man kennen sollte: Es zeigt, was sich im Blut befindet. Es zeigt nicht, was sich über Jahre im Bindegewebe angesammelt hat. Genau diese Lücke ist für meine Arbeit entscheidend, denn dort vermute ich die Säurelast, um die es weiter oben ging.
Hier setzt die naturheilkundliche Irisuntersuchung an. Die klassische Irisdiagnostik hat für genau dieses Thema eigene Begriffe entwickelt. Die harnsaure Diathese beschreibt eine Veranlagung zu sauren Stoffwechselrückständen im Bindegewebe, die lymphatische Konstitution eine Neigung zu Stauungen im Lymphsystem. Dazu kommen Zeichen, die auf die Belastung von Leber, Niere und Darm hinweisen.
In meiner Praxis sehe ich diese Säurezeichen bei einem großen Teil der Patienten, die mit chronischen Erkrankungen zu mir kommen. Für mich ist das der Grund, warum die Säureregulation in meinem Konzept so weit vorne steht und nicht erst an achter Stelle.
Was ich aus dem Irisbild ablese, überprüfe ich anschließend an einer messbaren Größe: der quantitativen Harnanalyse. Das Irisbild liefert die Vermutung, die Harnanalyse liefert die Zahl und zeigt im Verlauf, ob sich etwas bewegt.
Praktisch heißt das: Das Irisbild hilft mir bei der Entscheidung, ob bei Ihnen die Entlastung der Entgiftungsorgane im Vordergrund steht, die Darmregeneration, die Säureregulation oder die konstitutionelle Behandlung. Es ist der Grund, warum zwei Patienten mit derselben Diagnose bei mir unterschiedliche Empfehlungen bekommen.
Zur Einordnung: Die Irisdiagnose gehört zur Erfahrungsheilkunde. Sie gibt mir ein Bild der Konstitution und der Belastungsschwerpunkte, keine Diagnose im medizinischen Sinn. Eine Krebsdiagnose stelle ich damit nicht, und eine ärztliche Untersuchung ersetzt sie nicht.
Mehr zur Irisdiagnose und Stoffwechselanalyse in Frankfurt →
Darmflora nach der Behandlung
Nach Chemotherapie oder Bestrahlung ist die Darmflora häufig erheblich gestört. Das betrifft nicht nur Verdauung und Nährstoffaufnahme, sondern auch die Immunregulation, ein Aspekt, der in der Nachsorge oft zu kurz kommt.
Ich arbeite hier in drei Schritten: zuerst die Beruhigung der Darmschleimhaut mit pflanzlichen Mitteln, dann der Aufbau mit mehrstämmigen Probiotika und präbiotischer Ernährung, und begleitend die konstitutionelle Behandlung. Denn Erschöpfung und Angst hinterlassen ebenso Spuren wie die Therapie selbst.
Was ich aus meiner Praxiserfahrung beobachte
Neben den wissenschaftlichen Arbeiten gibt es in meiner täglichen Arbeit Beobachtungen, die mich therapeutisch beschäftigen. Ich habe Patienten mit schweren onkologischen Erkrankungen über längere Zeiträume begleitet und dabei teilweise deutliche Veränderungen des Befindens und der Befundlage erlebt.
Solche Erfahrungen sind für mich wichtig, weil sie Fragen aufwerfen und meine Arbeit weiterentwickeln. Sie sind aber keine klinische Studie. Bei einem einzelnen Patienten lässt sich nicht feststellen, welcher Anteil einer Veränderung auf die naturheilkundliche Behandlung, auf die onkologische Therapie, auf den natürlichen Verlauf oder auf andere Faktoren zurückgeht. Deshalb leite ich daraus keine allgemeine Wirksamkeitsbehauptung ab.
Was ich nicht anbiete und was ich nicht verspreche
Zwei Verfahren werde ich regelmäßig gefragt. Ich halte es für fairer, offen zu sagen, warum ich sie nicht einsetze.
Misteltherapie
Die Misteltherapie ist das bekannteste komplementäre Verfahren in der Onkologie. Ich habe sie über Jahre eingesetzt und bin davon abgekommen, weil ich in meiner Praxis mit den hier beschriebenen Verfahren mehr erreicht habe. Wenn Sie eine Misteltherapie wünschen, nenne ich Ihnen gerne Kollegen, die damit arbeiten.
Hochdosierte Vitamin-C-Infusionen
Die Studienlage ist nach vielen Jahren Forschung uneinheitlich geblieben. Es gibt Hinweise auf eine bessere Verträglichkeit der Chemotherapie, aber keinen belastbaren Nachweis, dass Infusionen den Krankheitsverlauf verändern. Gemessen an den Kosten einer Infusionsserie halte ich das für kein gutes Verhältnis. Auch hier vermittle ich Sie gerne weiter.
Und was ich nicht verspreche
Ich verspreche keine Heilung von Krebs. Ich behaupte nicht, eine notwendige onkologische Behandlung ersetzen zu können. Ich rate niemandem, eine Chemotherapie, Immuntherapie, Bestrahlung oder Operation eigenständig abzusetzen oder zu verändern. Und ich stelle Forschung zu einzelnen Wirkmechanismen nicht als Beweis dafür dar, dass ein naturheilkundliches Verfahren Krebs beim Menschen heilen kann.
Häufige Fragen
Kann eine naturheilkundliche Behandlung eine Chemotherapie ersetzen?
Nein. Meine Arbeit verstehe ich ausschließlich als ergänzende Unterstützung. Eine notwendige onkologische Behandlung sollte nicht eigenständig verändert oder abgesetzt werden. Die Entscheidung über Diagnose und Therapie trifft Ihr Arzt beziehungsweise das onkologische Team.
Arbeiten Sie gegen die Schulmedizin?
Nein. Meine eigene Leukämieerkrankung und die damals notwendige Chemotherapie haben mir sehr deutlich gezeigt, dass moderne Onkologie Leben retten kann. Deshalb sehe ich Naturheilkunde nicht als Gegenmodell, sondern als mögliche Ergänzung.
Kann ich während einer laufenden Krebstherapie zu Ihnen kommen?
Grundsätzlich ja, in Abstimmung mit Ihrem Onkologen. Bestimmte Pflanzenstoffe beeinflussen Enzymwege, die auch für den Abbau von Chemotherapeutika relevant sind. Mögliche Wechselwirkungen bespreche ich offen und passe das Vorgehen an.
Wie lange dauert das Erstgespräch und was kostet es?
90 bis 120 Minuten, einschließlich Anamnese, Irisdiagnose und Besprechung Ihrer Befunde. Die Kosten liegen bei 120 bis 150 Euro. Bringen Sie vorhandene Unterlagen gerne mit: Arztbriefe, Laborwerte, Befundberichte und eine Liste Ihrer Medikamente.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Private Krankenversicherungen und Heilpraktiker-Zusatzversicherungen erstatten in der Regel ganz oder teilweise nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker. Gesetzliche Kassen übernehmen die Kosten nicht.
Kann Naturheilkunde bei Brustkrebs helfen?
Eine naturheilkundliche Begleitung kann auf verschiedenen Ebenen unterstützen: bei der Verträglichkeit der Behandlung, beim Aufbau nach der Therapie und bei der Gesamtregulation. Sie ersetzt keine onkologische Behandlung. Gerade bei hormonabhängigen Tumoren ist die Abstimmung mit dem behandelnden Arzt besonders wichtig, weil einige pflanzliche Substanzen hormonell wirksam sein können.
Gibt es eine Garantie auf einen Behandlungserfolg?
Nein. Einen bestimmten Behandlungserfolg kann ich nicht versprechen. Die individuelle Reaktion eines Menschen lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen.
📚 Studien und Quellen
Die folgenden Arbeiten sind öffentlich zugänglich. Ich empfehle sie ausdrücklich zur eigenen Lektüre, auch damit Sie meine Einordnung überprüfen können. Bitte beachten Sie: Die meisten Studien sind präklinisch, stammen also aus Zellkultur oder Tiermodell, und zeigen Mechanismen, keine Heilung beim Menschen.
🔬 Tumormilieu, Laktat und pH-Regulation
- Fischer et al. (2007), Universität Regensburg: Inhibitory effect of tumor cell-derived lactic acid on human T cells, Blood. Zellkultur: Hemmung der T-Zell-Funktion um bis zu 95 Prozent.
- Uhl, Zeiser et al. (2020), Universitätsklinik Freiburg: Metabolic reprogramming of donor T cells enhances graft-versus-leukemia effects in mice and humans, Science Translational Medicine. Tiermodell und begleitende klinische Untersuchung bei Leukämiepatienten nach Stammzelltransplantation.
- Pilon-Thomas et al. (2016), Moffitt Cancer Center: Neutralization of Tumor Acidity Improves Antitumor Responses to Immunotherapy, Cancer Research. Tiermodell.
- Robey et al. (2009): Bicarbonate Increases Tumor pH and Inhibits Spontaneous Metastases, Cancer Research. Tiermodell.
- Estrella et al. (2013): Acidity Generated by the Tumor Microenvironment Drives Local Invasion, Cancer Research.
- Chao et al. (2016): TILA-TACE, Bikarbonat direkt in den Tumor kombiniert mit Chemoembolisation bei Leberkrebs, eLife. 77 Patienten. Wichtig: intratumorale, nicht orale Gabe.
- Jin, Chao et al. (2025): Bicarbonate-integrated TACE bei 413 Patienten, Signal Transduction and Targeted Therapy. Einschränkung: eine einzige Arbeitsgruppe, keine unabhängige Replikation, nicht in den Leitlinien.
- Cappellesso et al. (2022): Targeting the bicarbonate transporter SLC4A4 overcomes immunosuppression in pancreatic cancer, Nature Cancer. Tiermodell.
🌿 Sulforaphan aus Brokkoli
- Cipolla et al. (2015): Effect of Sulforaphane in Men with Biochemical Recurrence after Radical Prostatectomy, Cancer Prevention Research. Randomisiert und placebokontrolliert, 78 Patienten.
- Gibbs et al. (2009): Sulforaphane destabilizes the androgen receptor in prostate cancer cells, PNAS. Zellkultur.
🌿 Artemisinin und Ferroptose
- Prof. Thomas Efferth, Universität Mainz: Arbeiten zu Artemisinin in der Onkologie. Zellkultur und Tiermodelle.
- Artemisinin und Ferroptose: laufende Forschungsarbeiten bei PubMed, überwiegend präklinisch.
🐍 Schlangenenzyme und LAAO
- Tan et al. (2018): L-amino acid oxidase from snake venom and its anticancer potential, Toxicon. Übersichtsarbeit.
- CR-LAAO aus Calloselasma rhodostoma (2017): Apoptose-Induktion und Immunmodulation, Toxicon. Laborversuch.
🌿 Löwenzahnwurzelextrakt
- Dandelion Root Project, University of Windsor: laufendes Forschungsprogramm unter Prof. Pandey.
- Ovadje et al. (2012): Efficient induction of extrinsic cell death by dandelion root extract, PLoS One. Zellkultur.
🔬 Senolytika (Fisetin, Quercetin)
- Zhu et al. (2017), Mayo Clinic: New agents that target senescent cells, Aging.
- Yousefzadeh, Zhu et al. (2018), Mayo Clinic: Fisetin is a senotherapeutic that extends health and lifespan, EBioMedicine. Tiermodell, Altersforschung, kein Krebsmodell.
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Über den Autor
Hendrik Balzer, Heilpraktiker in eigener Praxis in Frankfurt-Praunheim seit über 30 Jahren. Schwerpunkte: klassische Homöopathie nach Hahnemann, miasmatische Konstitutionstherapie, Irisdiagnose als Stoffwechselanalyse, Phytotherapie und Neuraltherapie nach Huneke. 2017 eigene Leukämieerkrankung mit neunmonatiger Chemotherapie an einer Universitätsklinik. Verfolgt die aktuelle Forschung zum Tumormilieu, zur Ferroptose und zu senolytischen Substanzen.
Wichtiger Hinweis
Die auf dieser Seite beschriebenen naturheilkundlichen Ansätze basieren auf präklinischen Studien, erfahrungsheilkundlichen Erkenntnissen und meiner langjährigen Praxiserfahrung. Sie dienen der Unterstützung des Wohlbefindens und der Begleitung schulmedizinischer Therapien.
Diese Informationen stellen keine medizinische Diagnose und kein Heilversprechen dar. Individuelle Verläufe können variieren.
Eine naturheilkundliche Begleitung erfolgt ausschließlich ergänzend zur leitliniengerechten Krebstherapie und in Abstimmung mit Ihrem behandelnden Onkologen oder Facharzt. Sie ersetzt keine schulmedizinische Behandlung.
Im medizinischen Notfall wenden Sie sich bitte sofort an den Rettungsdienst (112) oder die nächste Notaufnahme.
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Viele Menschen, die nach einer Diagnose zu mir kommen, stellen dieselben Fragen: Wie kann ich mein Immunsystem unterstützen? Wie entlaste ich meinen Stoffwechsel während der Chemotherapie? Gibt es einen Weg, meine Kräfte zu erhalten, statt nur auszuhalten?
Diese Fragen sind berechtigt. Ich kann sie Ihnen nicht nur als Heilpraktiker mit über 30 Jahren Erfahrung beantworten, sondern auch aus eigener Erfahrung.
2017 wurde bei mir eine akute lymphatische Leukämie diagnostiziert. Neun Monate lang wurde ich an einer Universitätsklinik mit Chemotherapie behandelt. Diese Behandlung hat mir geholfen, die Erkrankung zu überwinden, und dafür bin ich bis heute dankbar.
Ich kenne deshalb nicht nur die medizinische Seite einer Krebserkrankung, sondern auch die Fragen, die einen Patienten dabei begleiten: Was kommt jetzt auf mich zu? Wie verändert die Behandlung meinen Alltag? Was kann ich selbst zusätzlich tun? Und wie gehe ich mit der Angst vor dem um, was vor mir liegt?
Eine Unterscheidung ist mir dabei wichtig: Meine eigene Krankheitsgeschichte ist kein Beweis für die Wirksamkeit naturheilkundlicher Verfahren. Sie hat aber meine Haltung geprägt. Genau deshalb arbeite ich ergänzend und nicht alternativ. Wer mir sagt, er wolle die Chemotherapie durch Naturheilkunde ersetzen, bekommt von mir keine Zustimmung, sondern ein offenes Gespräch.
Wichtig: Meine Begleitung ergänzt die onkologische Behandlung und ersetzt sie nicht. Bitte besprechen Sie jede naturheilkundliche Maßnahme mit Ihrem Onkologen. Einige Pflanzenstoffe beeinflussen Enzymwege, die auch für den Abbau von Chemotherapeutika wichtig sind. Im medizinischen Notfall wenden Sie sich bitte an den Rettungsdienst unter 112 oder die nächste Notaufnahme.
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Die meisten Menschen, die sich in dieser Situation bei mir melden, wollen zunächst gar keinen Termin. Sie wollen wissen, ob eine naturheilkundliche Begleitung bei ihrer Erkrankung überhaupt sinnvoll ist.
Diese Frage bespreche ich gern am Telefon, unverbindlich und ohne Kosten. Sie brauchen dafür keine Unterlagen und müssen nichts vorbereiten. Wenn sich daraus nichts ergibt, ist das völlig in Ordnung. 01520 1949559 oder 069 576864
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Für wen diese Behandlung geeignet ist
Meine Arbeit erfolgt ergänzend zur onkologischen Therapie. Sie richtet sich an:
- Patienten während einer Chemo- oder Strahlentherapie, die Nebenwirkungen lindern und die Organfunktion stabilisieren möchten
- Patienten in der Therapiepause, die dem Körper Zeit zur Regeneration geben wollen
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Der günstigste Zeitpunkt liegt häufig in den Pausen zwischen den Therapiezyklen oder unmittelbar nach deren Abschluss.
Bei Myomen, Zysten und hormonellen Beschwerden finden Sie eine eigene Seite: Naturheilkundliche Frauenheilkunde →
Krebs ganzheitlich betrachten, ohne die Onkologie auszublenden
Die moderne Krebsmedizin verfügt über wirksame Verfahren. Operation, Bestrahlung, Chemotherapie, Immuntherapie und zielgerichtete Therapien können für einen Patienten entscheidend sein. Das stelle ich nicht in Frage.
Mich beschäftigt eine andere Frage: Welche Bedingungen im übrigen Organismus sind für einen Menschen mit einer Krebserkrankung von Bedeutung? Dabei geht es mir nicht darum, eine einzelne Ursache zu benennen oder eine einfache Gegenerklärung anzubieten. Krebs ist keine einheitliche Erkrankung. Tumoren unterscheiden sich biologisch erheblich, und die Situation jedes Patienten ist eine andere.
Mein Ansatz setzt deshalb nicht an einem Punkt an, sondern auf mehreren Ebenen.
Die acht Ebenen meines Konzepts
Welche dieser Ebenen bei Ihnen im Vordergrund stehen, hängt von Ihrer Erkrankung, Ihrer Behandlung und Ihrer Konstitution ab. Das lässt sich erst nach einer ausführlichen Anamnese sagen. Vier Ebenen beschreibe ich unterhalb der Tabelle genauer, die übrigen bespreche ich im persönlichen Gespräch.
Ebene | Worum es geht | Wie ich vorgehe |
|---|---|---|
1. Säure-Basen-Regulation | Tumorzellen erzeugen ein saures Umfeld, das die Arbeit von Immunzellen behindert | Basische Mineralstoffe, Ernährungsbegleitung, Kontrolle über die Harnanalyse |
2. Ferroptose | Ein eisenabhängiger Zelltodweg, gegen den Tumorzellen wegen ihres hohen Eisenbedarfs schlechter geschützt sind | Artemisinin aus dem Beifuß, individuell abgestimmt |
3. Apoptose | Der programmierte Zelltod, den entartete Zellen umgehen | Löwenzahnwurzelextrakt und weitere Pflanzenauszüge |
4. Oxidativer Stress | Tumorzellen verfügen über weniger Schutzenzyme gegen Wasserstoffperoxid als gesunde Zellen | Enzympräparate aus Schlangengift (LAAO), siehe Hinweis weiter unten |
5. Senolytika | Alte, nicht mehr teilungsfähige Zellen setzen entzündungsfördernde Stoffe frei | Fisetin und Quercetin, zyklisch |
6. Organotrope Entgiftung | Leber, Niere, Darm und Lymphe tragen die Hauptlast während und nach einer Chemotherapie | Mariendistel, Schöllkraut, Löwenzahn, Goldrute, Berberitze |
7. Miasmatik | Die konstitutionelle Tiefenebene, die in der Homöopathie mit Wucherungsneigung in Verbindung gebracht wird | Antisykotische Mittel nach ausführlicher Konstitutionsanamnese |
8. Konstitutionelle Homöopathie | Die Gesamtregulation des Organismus, einschließlich der seelischen Belastung | Individuell ermitteltes Konstitutionsmittel |
Auf dem Smartphone lässt sich die Tabelle seitlich verschieben.
Das Tumormilieu und der Säure-Basen-Haushalt
Tumorzellen gewinnen ihre Energie anders als gesunde Zellen. Sie verstoffwechseln Zucker auch bei ausreichend Sauerstoff überwiegend zu Milchsäure, ein Phänomen, das nach seinem Entdecker Otto Warburg benannt ist. Die Milchsäure wird in das umliegende Gewebe abgegeben. Dort entsteht ein saures Umfeld mit pH-Werten um 6,5 bis 6,9, während gesundes Gewebe bei 7,2 bis 7,5 liegt.
Lange galt das als bloßes Abfallprodukt. Heute wird es anders gesehen: Das saure Umfeld verschafft dem Tumor einen Überlebensvorteil. Man kann es sich wie eine Tarnkappe vorstellen. Die Krebszelle wird dadurch natürlich nicht unsichtbar, aber die veränderten Bedingungen in ihrer Umgebung erschweren es Immunzellen, ihre Aufgabe zu erfüllen. „Tarnkappe“ ist dabei ein Bild und kein Fachbegriff.
Was die Säure mit der Immunabwehr macht
An der Universität Regensburg wurde 2007 gezeigt, dass Milchsäure die Vermehrung und die Botenstoffproduktion menschlicher T-Zellen im Laborversuch um bis zu 95 Prozent hemmt. Der Grund: Die T-Zellen können ihre eigene Milchsäure nicht mehr abgeben, wenn das Umfeld bereits gesättigt ist. Ihr Stoffwechsel kommt zum Erliegen. Bemerkenswert ist, dass sich dieser Effekt zurückbildete, sobald die Zellen wieder in ein normales Milieu kamen.
An der Universitätsklinik Freiburg wurde 2020 ein Schritt weiter gegangen. Dort wurde gezeigt, dass Milchsäure aus Leukämiezellen den Stoffwechsel von T-Zellen stört und dass Natriumbikarbonat diesen Effekt im Tiermodell umkehren kann. In einer begleitenden klinischen Untersuchung bei Patienten mit wiederkehrender Leukämie nach Stammzelltransplantation verbesserte sich der Stoffwechsel der T-Zellen messbar. Ob daraus ein Vorteil für den Krankheitsverlauf entsteht, ist noch offen.
Am Moffitt Cancer Center in Florida wurde 2016 im Tierversuch gezeigt, dass eine Neutralisierung des sauren Tumormilieus die Einwanderung von T-Zellen in den Tumor erhöht, vor allem in Kombination mit modernen Immuntherapien.
An chinesischen Kliniken wird außerdem ein Verfahren erprobt, bei dem Bikarbonat bei Leberkrebs direkt in den Tumor oder über die Leberarterie eingebracht und mit der Standardbehandlung kombiniert wird. Die berichteten Ansprechraten sind ungewöhnlich hoch. Einzuordnen ist das so: Die Daten stammen bislang von einer einzigen Arbeitsgruppe, eine unabhängige Bestätigung steht aus, und in den Behandlungsleitlinien ist das Verfahren nicht enthalten.
Was das für meine Arbeit bedeutet
Die chinesischen Arbeiten verwenden Injektionen direkt in den Tumor. Das ist Sache der Klinik und nicht Gegenstand meiner Praxis. Was ich tue, setzt an einer anderen Stelle an: an der Säurebelastung des gesamten Organismus.
Nach dem naturheilkundlichen Verständnis lagern sich saure Stoffwechselprodukte über Jahre im Bindegewebe ab. Ziel meiner Behandlung ist es, diese Ablagerungen zu lösen und über Niere, Leber und Lymphe zur Ausscheidung zu bringen. Ich arbeite dabei mit basischen Mineralstoffen wie Sango-Meereskoralle und Kaliumcitrat, mit Ernährungsbegleitung und mit pflanzlichen Auszügen zur Unterstützung der Entgiftungsorgane. Den Verlauf kontrolliere ich über eine quantitative Harnanalyse. Eine ausreichende Trinkmenge ist dabei ein wichtiger Teil der Behandlung.
Ich sage Ihnen offen, wo die Grenze verläuft: Dass sich über diesen Weg das Milieu unmittelbar am Tumor verändern lässt, ist nicht belegt. Der Säure-Basen-Haushalt des Menschen wird von Lunge und Niere eng geregelt, und ein veränderter Urin-pH sagt nichts über den pH-Wert eines Tumors aus. Belegt ist, dass das Tumormilieu für das Immunsystem eine Rolle spielt. Und aus meiner Praxis kenne ich seit über dreißig Jahren die Wirkung einer konsequenten Säureregulation auf das Befinden meiner Patienten. Ob und wie beides zusammenhängt, wird die Forschung zeigen müssen.
Pflanzenstoffe und Organunterstützung
Pflanzliche Arzneimittel haben in meiner Praxis einen festen Platz. Je nach Situation arbeite ich unter anderem mit Mariendistel, Schöllkraut, Löwenzahn, Goldrute, Hydrastis und Fumaria. Dabei geht es nicht darum, dass Pflanzen einen Tumor entfernen, sondern um die Unterstützung von Leber, Niere, Darm und Lymphsystem, die während und nach einer Chemotherapie die Hauptlast tragen.
Auch Sulforaphan aus Brokkolisprossen gehört zu den gut untersuchten Pflanzenstoffen. In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie mit 78 Männern, bei denen nach einer Prostataoperation der PSA-Wert wieder anstieg, verlangsamte sich unter Sulforaphan der Wiederanstieg messbar. Das ist eine der wenigen kontrollierten Humanstudien in diesem Bereich.
Ein Wort zur Vorsicht: Pflanzliche Präparate und Nahrungsergänzungsmittel können mit Krebsmedikamenten wechselwirken und deren Wirkung oder Abbau beeinflussen. Deshalb stimme ich jede Maßnahme mit Ihrer laufenden Behandlung ab, und deshalb sollten Sie auch nichts auf eigene Faust einnehmen.
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Ferroptose und Senolytika
Diese beiden Ansätze stammen aus der aktuellen zellbiologischen Krebsforschung, nicht aus der Naturheilkunde. Was mich daran interessiert: Mehrere der dort untersuchten Substanzen sind pflanzlichen Ursprungs, etwa Artemisinin aus dem Beifuß sowie Fisetin und Quercetin aus Obst und Gemüse.
Ferroptose ist eine Form des regulierten Zelltods, die sich von der klassischen Apoptose unterscheidet. Eine wichtige Rolle spielen dabei Eisen und oxidative Veränderungen der Zellmembran. Tumorzellen brauchen für ihr schnelles Wachstum mehr Eisen als gesunde Zellen und sind dadurch für eisenabhängige Zelltodwege anfälliger. Artemisinin und seine Abkömmlinge werden in diesem Zusammenhang intensiv erforscht, bislang aber überwiegend in Zellkultur und Tiermodell.
Senolytika richten sich gegen seneszente Zellen. Das sind Zellen, die sich nicht mehr teilen, aber im Gewebe verbleiben und über Botenstoffe ihre Umgebung beeinflussen. Umgangssprachlich werden sie manchmal Zombie-Zellen genannt. Das Forschungsprogramm der Mayo Clinic untersucht Fisetin und Quercetin systematisch in diesem Zusammenhang.
Ich verfolge diese Arbeiten seit Jahren und beziehe ein, was mir plausibel und vertretbar erscheint, im Wissen darum, dass vieles davon noch im Laborstadium ist.
Schlangenenzyme: vom Gift zum Heilmittel
Vorbemerkung zum Forschungsstand: Alles Folgende beruht auf Laborstudien und Tiermodellen. Klinische Studien am Menschen liegen nicht vor. Ich setze diese Präparate nur nach ausführlicher Aufklärung ein, individuell abgestimmt und ausschließlich ergänzend.
Schlangengifte sind hochkomplexe Enzymgemische aus 35 bis 50 verschiedenen Enzymarten. Für die therapeutische Anwendung werden unter anderem Vipern, Nattern, Kobras, Buschmeister sowie Mokassin- und Klapperschlangen genutzt. Aus dem Drüsensekret entstehen in einem aufwendigen Verfahren hochreine Präparate.
Das Enzym LAAO und sein Selektivmechanismus
Untersucht wird vor allem LAAO, die L-Aminosäure-Oxidase. Dieses Enzym wandelt bestimmte Aminosäuren um und setzt dabei Wasserstoffperoxid frei, eine Substanz, die Zellen unter oxidativen Stress setzt.
Entscheidend ist der Unterschied zwischen gesunden und entarteten Zellen: Gesunde Zellen bauen Wasserstoffperoxid über das Enzym Katalase ab, Tumorzellen verfügen häufig über deutlich weniger davon. Im Laborversuch gibt es dafür einen klaren Beleg. Gibt man zusätzlich Katalase hinzu, verschwindet die tumorzellhemmende Wirkung von LAAO vollständig. Das spricht dafür, dass Wasserstoffperoxid tatsächlich der Wirkträger ist.
In den untersuchten Tumorzelllinien löste das Wasserstoffperoxid den programmierten Zelltod aus, die Apoptose. Dabei baut sich eine geschädigte Zelle geordnet selbst ab, ohne das umliegende Gewebe zu schädigen. Darüber hinaus beschreiben Forschungsarbeiten für LAAO antibakterielle, antivirale und antiparasitäre Eigenschaften.
Ob sich die im Labor beschriebene Selektivität auf den Menschen übertragen lässt, ist offen. Ich behaupte das nicht. Was ich sagen kann: Der Mechanismus ist plausibel, im Zellversuch reproduzierbar und gut dokumentiert. Den Weg von dort bis zum Nachweis am Patienten hat er noch nicht zurückgelegt.
Homöopathie und Miasmatik in der Krebsbegleitung
Die klassische Homöopathie nach Hahnemann ist in meiner Praxis kein Randthema, sie ist die übergeordnete regulatorische Ebene des gesamten Therapiekonzepts.
In der miasmatischen Analyse nach Hahnemann unterscheide ich bei Krebspatienten vor allem den sykotischen Miasmenanteil, jene konstitutionelle Tiefenebene, die mit unkontrolliertem Wachstum, Gewebeveränderungen und dem Verlust zellulärer Regulationsfähigkeit in Verbindung gebracht wird. Ihr individuell ausgewähltes antisykotisches Konstitutionsmittel wird nicht schematisch eingesetzt, sondern auf Basis einer ausführlichen Konstitutionsanamnese und der Irisdiagnose als Stoffwechselanalyse.
Eine Klarstellung ist mir hier wichtig: Die miasmatischen Begriffe gehören zur traditionellen homöopathischen Lehre. Sie sind keine wissenschaftliche Erklärung dafür, wie Krebs biologisch entsteht, und ich setze sie auch nicht als solche ein. Sie sind Teil meines homöopathischen Denk- und Behandlungssystems.
Diese Verbindung aus moderner Stoffwechselmedizin und klassischer konstitutioneller Tiefenwirkung ist in dieser Form und Systematik im Rhein-Main-Gebiet selten.
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Individuelle Stoffwechselanalyse und Irisdiagnose
Weiter oben habe ich beschrieben, dass meine Arbeit an der Säurebelastung des gesamten Organismus ansetzt und dass die acht Ebenen bei jedem Patienten unterschiedlich gewichtet sind. Damit stellt sich eine praktische Frage: Woran mache ich fest, welche Ebene bei Ihnen im Vordergrund steht?
Die erste Grundlage sind Ihre Befunde. Wenn vorhanden, beziehe ich Laborwerte, Arztberichte, bildgebende Untersuchungen und Ihre aktuelle Medikation in die Anamnese ein.
Ein Blutbild hat dabei eine Eigenschaft, die man kennen sollte: Es zeigt, was sich im Blut befindet. Es zeigt nicht, was sich über Jahre im Bindegewebe angesammelt hat. Genau diese Lücke ist für meine Arbeit entscheidend, denn dort vermute ich die Säurelast, um die es weiter oben ging.
Hier setzt die naturheilkundliche Irisuntersuchung an. Die klassische Irisdiagnostik hat für genau dieses Thema eigene Begriffe entwickelt. Die harnsaure Diathese beschreibt eine Veranlagung zu sauren Stoffwechselrückständen im Bindegewebe, die lymphatische Konstitution eine Neigung zu Stauungen im Lymphsystem. Dazu kommen Zeichen, die auf die Belastung von Leber, Niere und Darm hinweisen.
In meiner Praxis sehe ich diese Säurezeichen bei einem großen Teil der Patienten, die mit chronischen Erkrankungen zu mir kommen. Für mich ist das der Grund, warum die Säureregulation in meinem Konzept so weit vorne steht und nicht erst an achter Stelle.
Was ich aus dem Irisbild ablese, überprüfe ich anschließend an einer messbaren Größe: der quantitativen Harnanalyse. Das Irisbild liefert die Vermutung, die Harnanalyse liefert die Zahl und zeigt im Verlauf, ob sich etwas bewegt.
Praktisch heißt das: Das Irisbild hilft mir bei der Entscheidung, ob bei Ihnen die Entlastung der Entgiftungsorgane im Vordergrund steht, die Darmregeneration, die Säureregulation oder die konstitutionelle Behandlung. Es ist der Grund, warum zwei Patienten mit derselben Diagnose bei mir unterschiedliche Empfehlungen bekommen.
Zur Einordnung: Die Irisdiagnose gehört zur Erfahrungsheilkunde. Sie gibt mir ein Bild der Konstitution und der Belastungsschwerpunkte, keine Diagnose im medizinischen Sinn. Eine Krebsdiagnose stelle ich damit nicht, und eine ärztliche Untersuchung ersetzt sie nicht.
Mehr zur Irisdiagnose und Stoffwechselanalyse in Frankfurt →
Darmflora nach der Behandlung
Nach Chemotherapie oder Bestrahlung ist die Darmflora häufig erheblich gestört. Das betrifft nicht nur Verdauung und Nährstoffaufnahme, sondern auch die Immunregulation, ein Aspekt, der in der Nachsorge oft zu kurz kommt.
Ich arbeite hier in drei Schritten: zuerst die Beruhigung der Darmschleimhaut mit pflanzlichen Mitteln, dann der Aufbau mit mehrstämmigen Probiotika und präbiotischer Ernährung, und begleitend die konstitutionelle Behandlung. Denn Erschöpfung und Angst hinterlassen ebenso Spuren wie die Therapie selbst.
Was ich aus meiner Praxiserfahrung beobachte
Neben den wissenschaftlichen Arbeiten gibt es in meiner täglichen Arbeit Beobachtungen, die mich therapeutisch beschäftigen. Ich habe Patienten mit schweren onkologischen Erkrankungen über längere Zeiträume begleitet und dabei teilweise deutliche Veränderungen des Befindens und der Befundlage erlebt.
Solche Erfahrungen sind für mich wichtig, weil sie Fragen aufwerfen und meine Arbeit weiterentwickeln. Sie sind aber keine klinische Studie. Bei einem einzelnen Patienten lässt sich nicht feststellen, welcher Anteil einer Veränderung auf die naturheilkundliche Behandlung, auf die onkologische Therapie, auf den natürlichen Verlauf oder auf andere Faktoren zurückgeht. Deshalb leite ich daraus keine allgemeine Wirksamkeitsbehauptung ab.
Was ich nicht anbiete und was ich nicht verspreche
Zwei Verfahren werde ich regelmäßig gefragt. Ich halte es für fairer, offen zu sagen, warum ich sie nicht einsetze.
Misteltherapie
Die Misteltherapie ist das bekannteste komplementäre Verfahren in der Onkologie. Ich habe sie über Jahre eingesetzt und bin davon abgekommen, weil ich in meiner Praxis mit den hier beschriebenen Verfahren mehr erreicht habe. Wenn Sie eine Misteltherapie wünschen, nenne ich Ihnen gerne Kollegen, die damit arbeiten.
Hochdosierte Vitamin-C-Infusionen
Die Studienlage ist nach vielen Jahren Forschung uneinheitlich geblieben. Es gibt Hinweise auf eine bessere Verträglichkeit der Chemotherapie, aber keinen belastbaren Nachweis, dass Infusionen den Krankheitsverlauf verändern. Gemessen an den Kosten einer Infusionsserie halte ich das für kein gutes Verhältnis. Auch hier vermittle ich Sie gerne weiter.
Und was ich nicht verspreche
Ich verspreche keine Heilung von Krebs. Ich behaupte nicht, eine notwendige onkologische Behandlung ersetzen zu können. Ich rate niemandem, eine Chemotherapie, Immuntherapie, Bestrahlung oder Operation eigenständig abzusetzen oder zu verändern. Und ich stelle Forschung zu einzelnen Wirkmechanismen nicht als Beweis dafür dar, dass ein naturheilkundliches Verfahren Krebs beim Menschen heilen kann.
Häufige Fragen
Kann eine naturheilkundliche Behandlung eine Chemotherapie ersetzen?
Nein. Meine Arbeit verstehe ich ausschließlich als ergänzende Unterstützung. Eine notwendige onkologische Behandlung sollte nicht eigenständig verändert oder abgesetzt werden. Die Entscheidung über Diagnose und Therapie trifft Ihr Arzt beziehungsweise das onkologische Team.
Arbeiten Sie gegen die Schulmedizin?
Nein. Meine eigene Leukämieerkrankung und die damals notwendige Chemotherapie haben mir sehr deutlich gezeigt, dass moderne Onkologie Leben retten kann. Deshalb sehe ich Naturheilkunde nicht als Gegenmodell, sondern als mögliche Ergänzung.
Kann ich während einer laufenden Krebstherapie zu Ihnen kommen?
Grundsätzlich ja, in Abstimmung mit Ihrem Onkologen. Bestimmte Pflanzenstoffe beeinflussen Enzymwege, die auch für den Abbau von Chemotherapeutika relevant sind. Mögliche Wechselwirkungen bespreche ich offen und passe das Vorgehen an.
Wie lange dauert das Erstgespräch und was kostet es?
90 bis 120 Minuten, einschließlich Anamnese, Irisdiagnose und Besprechung Ihrer Befunde. Die Kosten liegen bei 120 bis 150 Euro. Bringen Sie vorhandene Unterlagen gerne mit: Arztbriefe, Laborwerte, Befundberichte und eine Liste Ihrer Medikamente.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Private Krankenversicherungen und Heilpraktiker-Zusatzversicherungen erstatten in der Regel ganz oder teilweise nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker. Gesetzliche Kassen übernehmen die Kosten nicht.
Kann Naturheilkunde bei Brustkrebs helfen?
Eine naturheilkundliche Begleitung kann auf verschiedenen Ebenen unterstützen: bei der Verträglichkeit der Behandlung, beim Aufbau nach der Therapie und bei der Gesamtregulation. Sie ersetzt keine onkologische Behandlung. Gerade bei hormonabhängigen Tumoren ist die Abstimmung mit dem behandelnden Arzt besonders wichtig, weil einige pflanzliche Substanzen hormonell wirksam sein können.
Gibt es eine Garantie auf einen Behandlungserfolg?
Nein. Einen bestimmten Behandlungserfolg kann ich nicht versprechen. Die individuelle Reaktion eines Menschen lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen.
📚 Studien und Quellen
Die folgenden Arbeiten sind öffentlich zugänglich. Ich empfehle sie ausdrücklich zur eigenen Lektüre, auch damit Sie meine Einordnung überprüfen können. Bitte beachten Sie: Die meisten Studien sind präklinisch, stammen also aus Zellkultur oder Tiermodell, und zeigen Mechanismen, keine Heilung beim Menschen.
🔬 Tumormilieu, Laktat und pH-Regulation
- Fischer et al. (2007), Universität Regensburg: Inhibitory effect of tumor cell-derived lactic acid on human T cells, Blood. Zellkultur: Hemmung der T-Zell-Funktion um bis zu 95 Prozent.
- Uhl, Zeiser et al. (2020), Universitätsklinik Freiburg: Metabolic reprogramming of donor T cells enhances graft-versus-leukemia effects in mice and humans, Science Translational Medicine. Tiermodell und begleitende klinische Untersuchung bei Leukämiepatienten nach Stammzelltransplantation.
- Pilon-Thomas et al. (2016), Moffitt Cancer Center: Neutralization of Tumor Acidity Improves Antitumor Responses to Immunotherapy, Cancer Research. Tiermodell.
- Robey et al. (2009): Bicarbonate Increases Tumor pH and Inhibits Spontaneous Metastases, Cancer Research. Tiermodell.
- Estrella et al. (2013): Acidity Generated by the Tumor Microenvironment Drives Local Invasion, Cancer Research.
- Chao et al. (2016): TILA-TACE, Bikarbonat direkt in den Tumor kombiniert mit Chemoembolisation bei Leberkrebs, eLife. 77 Patienten. Wichtig: intratumorale, nicht orale Gabe.
- Jin, Chao et al. (2025): Bicarbonate-integrated TACE bei 413 Patienten, Signal Transduction and Targeted Therapy. Einschränkung: eine einzige Arbeitsgruppe, keine unabhängige Replikation, nicht in den Leitlinien.
- Cappellesso et al. (2022): Targeting the bicarbonate transporter SLC4A4 overcomes immunosuppression in pancreatic cancer, Nature Cancer. Tiermodell.
🌿 Sulforaphan aus Brokkoli
- Cipolla et al. (2015): Effect of Sulforaphane in Men with Biochemical Recurrence after Radical Prostatectomy, Cancer Prevention Research. Randomisiert und placebokontrolliert, 78 Patienten.
- Gibbs et al. (2009): Sulforaphane destabilizes the androgen receptor in prostate cancer cells, PNAS. Zellkultur.
🌿 Artemisinin und Ferroptose
- Prof. Thomas Efferth, Universität Mainz: Arbeiten zu Artemisinin in der Onkologie. Zellkultur und Tiermodelle.
- Artemisinin und Ferroptose: laufende Forschungsarbeiten bei PubMed, überwiegend präklinisch.
🐍 Schlangenenzyme und LAAO
- Tan et al. (2018): L-amino acid oxidase from snake venom and its anticancer potential, Toxicon. Übersichtsarbeit.
- CR-LAAO aus Calloselasma rhodostoma (2017): Apoptose-Induktion und Immunmodulation, Toxicon. Laborversuch.
🌿 Löwenzahnwurzelextrakt
- Dandelion Root Project, University of Windsor: laufendes Forschungsprogramm unter Prof. Pandey.
- Ovadje et al. (2012): Efficient induction of extrinsic cell death by dandelion root extract, PLoS One. Zellkultur.
🔬 Senolytika (Fisetin, Quercetin)
- Zhu et al. (2017), Mayo Clinic: New agents that target senescent cells, Aging.
- Yousefzadeh, Zhu et al. (2018), Mayo Clinic: Fisetin is a senotherapeutic that extends health and lifespan, EBioMedicine. Tiermodell, Altersforschung, kein Krebsmodell.
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Über den Autor
Hendrik Balzer, Heilpraktiker in eigener Praxis in Frankfurt-Praunheim seit über 30 Jahren. Schwerpunkte: klassische Homöopathie nach Hahnemann, miasmatische Konstitutionstherapie, Irisdiagnose als Stoffwechselanalyse, Phytotherapie und Neuraltherapie nach Huneke. 2017 eigene Leukämieerkrankung mit neunmonatiger Chemotherapie an einer Universitätsklinik. Verfolgt die aktuelle Forschung zum Tumormilieu, zur Ferroptose und zu senolytischen Substanzen.
Wichtiger Hinweis
Die auf dieser Seite beschriebenen naturheilkundlichen Ansätze basieren auf präklinischen Studien, erfahrungsheilkundlichen Erkenntnissen und meiner langjährigen Praxiserfahrung. Sie dienen der Unterstützung des Wohlbefindens und der Begleitung schulmedizinischer Therapien.
Diese Informationen stellen keine medizinische Diagnose und kein Heilversprechen dar. Individuelle Verläufe können variieren.
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