Schuppenflechte & Neurodermitis ohne Kortison

Es juckt. Nachts am schlimmsten. Sie kratzen, obwohl Sie wissen, dass es danach schlimmer wird. Morgens liegen Schuppen im Bett. Im Sommer tragen Sie lange Ärmel.

Und Sie kennen die Standardtherapie: Kortisonsalbe, vielleicht Lichttherapie, vielleicht Immunsuppressiva. Das hilft, solange Sie es anwenden. Lassen Sie es weg, kommt es zurück. Irgendwann hat Ihnen jemand gesagt, damit müsse man eben leben.

Wenn Sie sich darin wiedererkennen, sind Sie bei mir richtig. Ich bin Heilpraktiker in Frankfurt-Praunheim und arbeite seit über dreißig Jahren mit klassischer Homöopathie. Patienten mit Psoriasis, Neurodermitis und chronischen Ekzemen kommen regelmäßig zu mir, meist nachdem sie vieles andere probiert haben.

Bitte vorab: Was Ihnen ärztlich verordnet wurde, nehmen Sie weiter. Änderungen an Kortison, Immunsuppressiva oder anderen Medikamenten besprechen Sie mit der Ärztin oder dem Arzt, der sie verordnet hat. Ich setze nichts ab und rate Ihnen auch nicht dazu. Bei unklaren oder sich rasch verändernden Hautveränderungen gehört zuerst eine dermatologische Abklärung dazu.

Gerötete, schuppende Haut am Arm bei Schuppenflechte, daneben homöopathische Mittel Homöopathische Mittel bei Psoriasis: Sulfur, Graphites, Petroleum und Psorinum

Was hinter chronischen Hauterkrankungen stehen kann

Samuel Hahnemann nannte die Psora die "Mutter aller chronischen Krankheiten". Gemeint ist eine tiefsitzende Entgiftungsschwäche, die sich über Generationen fortsetzen kann.

Die Haut ist nach diesem Verständnis nicht nur eine äußere Hülle, sondern ein Spiegelbild des inneren Stoffwechsels. Wenn die Entgiftungsorgane überfordert sind, also Leber, Niere, Darm und Lymphe, sucht sich der Organismus andere Wege nach außen. Einer davon ist die Haut.

Die Miasmenlehre ist ein Erklärungsmodell der Homöopathie. Sie ist kein schulmedizinisch gesicherter Befund, und ich kennzeichne sie hier ausdrücklich als das, was sie ist: die Denkweise, nach der ich arbeite.

Typische Erscheinungen der Psora

Bereich

Typische Erscheinungen

Haut

Juckreiz, oft heftig, bessert sich kurz durch Kratzen und kehrt zurück. Trockenheit, Schuppenbildung, Ekzeme, bläschenartige Ausschläge.

Ausscheidungen

Übelriechende Ausdünstungen, saurer Geruch, fettige Sekrete, starker Fußschweiß.

Allgemeinbefinden

Empfindlichkeit gegen Kälte und Wind, Erschöpfung, Abgeschlagenheit, Schwäche.

Gemüt

Angst, besonders vor der Zukunft. Unruhe, Pessimismus, geringes Selbstwertgefühl.

Periodizität

Die Beschwerden kehren oft in Abständen wieder, häufig jahreszeitlich.

Die Gemütssymptome, die meist übersehen werden

Das ist der Teil, den kaum jemand mit der Haut in Verbindung bringt, und für die Wahl des Mittels ist er der wichtigste.

  • Minderwertigkeitsgefühle, schwaches Selbstbewusstsein
  • Schüchternheit, oft schon in der Kindheit
  • Schnelles Erröten, Angst, sich lächerlich zu machen
  • Soziale Hemmungen, Zurückgezogenheit

Entscheidend ist dabei: Es handelt sich nicht um intellektuelle Schwächen, sondern um emotionale Hemmungen. Viele Patienten berichten mir von entsprechenden Erfahrungen bereits aus der Kindheit. Nicht jeder zeigt alle diese Züge, aber sie gehören zum Bild.

Warum viele Patienten nach Alternativen zu Kortison suchen

Kortison bringt kurzfristig Linderung. Das bestreitet niemand, und für akute Schübe ist es oft das Mittel der Wahl. Was Patienten mir berichten, ist etwas anderes: dass die Beschwerden zurückkehren, sobald die Anwendung endet.

Hinzu kommen Beobachtungen, die aus der dermatologischen Literatur bekannt sind: Hautverdünnung bei längerer Anwendung, ein Gewöhnungseffekt, und ein Wiederaufflammen nach dem Absetzen.

In der Homöopathie gilt die Hering'sche Regel: Besserung verläuft von innen nach außen und von oben nach unten. Nach dieser Vorstellung kann eine rein äußerliche Behandlung diese Richtung umkehren. Auch das ist eine Lehrmeinung der Homöopathie und kein gesicherter Befund. Ich sage Ihnen das lieber selbst, als es zu verschweigen.

Auftragen einer Salbe auf den Unterarm, daneben homöopathische Mittel

Was ich mir bei Ihnen anschaue

Die Erstanamnese dauert bei mir ein bis zwei Stunden. Das ist keine Höflichkeit, sondern notwendig.

  • Ihre gesamte Krankheitsgeschichte, nicht nur die Haut
  • Die Familiengeschichte über drei Generationen
  • Die Irisdiagnose zur Bestimmung der Konstitution
  • Und besonders ausführlich die emotionalen Symptome

Was ich über die Iris und den Stoffwechsel ablesen kann, steht ausführlich auf der Seite Irisdiagnose und Stoffwechselanalyse.

Warum die Gemütssymptome so wichtig sind, lässt sich an einem Beispiel zeigen, das mir in der Praxis ständig begegnet: Ein schüchternes Kind mit Neurodermitis braucht ein anderes Mittel als ein selbstbewusstes Kind mit derselben Hauterkrankung. Der Ausschlag sieht gleich aus. Der Mensch ist ein anderer.

Wie ich behandle

Über mehrere Monate wähle ich Mittel aus, die zu Ihrer gesamten Konstitution passen, körperlich und emotional. Bei psorischer Belastung kommen häufig Mittel wie Sulfur, Graphites, Psorinum oder Petroleum in Frage.

Welches davon es wird und in welcher Potenz, entscheidet sich erst nach der Anamnese. Bei zwei Menschen mit demselben Ausschlag ist es selten dasselbe Mittel, und genau darin liegt die Arbeit.

Wenn lange Kortison oder Biologika im Spiel waren

Das ist der Punkt, an dem ich am vorsichtigsten vorgehe, und er ist mir wichtiger als jede Mittelwahl.

Wer über Jahre Kortison angewendet oder Biologika erhalten hat, bringt einen stark beanspruchten Stoffwechsel mit. Nach meiner Erfahrung braucht der Körper dann zuerst Entlastung, bevor eine konstitutionelle Behandlung überhaupt greifen kann. Wer diesen Schritt überspringt, erlebt häufig starke Reaktionen und bricht ab.

Praktisch heißt das: Ich beginne behutsam, mit LM-Potenzen oder niedrigeren Potenzierungen. Parallel unterstütze ich Leber, Nieren und Lymphe pflanzlich, sehe mir den Darm an und bespreche mit Ihnen die Ernährung. Erst danach gehe ich tiefer.

Das ist kein Nebenschauplatz, sondern bei vorbehandelten Patienten der eigentliche Anfang der Behandlung.

Ihre verordneten Medikamente nehmen Sie währenddessen weiter. Kortison und Biologika werden nicht von mir angepasst, sondern von der Ärztin oder dem Arzt, der sie verordnet hat.

Pflanzliche Zubereitungen zur Unterstützung von Leber, Nieren und Lymphe

Wenn die Haut zunächst schlechter wird

Das kommt vor, vor allem nach längerer äußerlicher Vorbehandlung. In der homöopathischen Lehre gelten solche Reaktionen als günstige Zeichen. Ob sie es im Einzelfall sind, zeigt erst der weitere Verlauf, und genau deshalb bleiben wir im Gespräch. Wenn Sie unsicher sind, rufen Sie mich an. Bei deutlicher Verschlechterung lassen Sie die Haut dermatologisch ansehen.

Wie lange dauert das?

Eine konstitutionelle Behandlung ist auf Monate angelegt, nicht auf Wochen. Wie der Verlauf im Einzelnen aussieht, ist von Mensch zu Mensch verschieden, und ich kann Ihnen vorab keinen Zeitplan nennen. Was ich Ihnen sagen kann: Wer nach wenigen Wochen eine Entscheidung erwartet, wird mit diesem Weg nicht glücklich.

Für wen das passt und für wen nicht

Passt gut, wenn Sie seit Jahren mit der Haut zu tun haben, die Standardbehandlung kennen und etwas anderes suchen. Wenn Sie bereit sind, sich auf eine längere Begleitung einzulassen. Und wenn Sie Lust haben, über mehr zu sprechen als über Ihre Haut.

Passt nicht, wenn Sie eine rasche Lösung für einen akuten Schub brauchen. Wenn Sie Ihre verordneten Medikamente absetzen möchten, denn das ist nicht meine Entscheidung und ich rate nicht dazu. Und wenn eine Hautveränderung unklar oder neu ist, dann gehört sie zuerst zum Hautarzt.

Auswertung wissenschaftlicher Studien zur Homöopathie

Was die Forschung hergibt

Die Studienlage zur Homöopathie bei Hauterkrankungen ist uneinheitlich, und ich sage das lieber selbst, als es Ihnen zu verschweigen.

Seit 2023 gibt es zwei sorgfältig gemachte Studien, und beide fielen positiv aus. Die erste untersuchte 51 Patienten mit Schuppenflechte über sechs Monate, doppelblind und gegen Placebo. Der Hautbefund besserte sich unter individuell verordneter Homöopathie deutlich stärker als unter Placebo.

Die zweite erschien im selben Jahr, gleicher Aufbau, diesmal zu Neurodermitis bei 60 Erwachsenen, ebenfalls über sechs Monate, mit demselben Ergebnis. Sie war ausdrücklich als Wiederholung einer früheren Untersuchung angelegt und bestätigte deren Befund. Eine Wiederholung mit gleichem Ausgang wiegt in der Forschung mehr als zwei voneinander unabhängige Einzelstudien.

Zur Einordnung gehört dazu: Beide Arbeiten stammen aus derselben Forschungsgruppe, die Teilnehmerzahlen sind klein, und die Autoren schreiben selbst, dass weitere Forschung nötig ist. Systematische Übersichtsarbeiten urteilen insgesamt zurückhaltender.

Das ist kein Beweis, und ich behaupte auch keinen. Es sind zwei ernsthafte Hinweise. Ich halte es für richtiger, sie Ihnen samt ihrer Grenzen zu zeigen, als Ihnen entweder nichts zu sagen oder mehr zu versprechen, als die Zahlen hergeben.

Balamurugan D et al.: Individualized Homeopathic Medicines in the Treatment of Psoriasis Vulgaris. Complementary Medicine Research 2023; 30(4): 317-331
Mandal A et al.: Double-Blind, Randomized, Placebo-Controlled Trial of Individualized Homeopathic Medicines in Atopic Dermatitis in Adults. A Replication Trial. Homeopathy 2023, PubMed 36882111
Vorläuferstudie dazu: Complementary Medicine Research 2022; 29(1): 17

Die Studienlage zur Homöopathie insgesamt habe ich auf einer eigenen Seite zusammengetragen, mit beiden Seiten: Homöopathie, Studien und Wirksamkeit.

Zwei Verläufe aus meiner Praxis

Die folgenden Schilderungen sind einzelne Behandlungsverläufe. Sie zeigen, was möglich war, und sie sind kein Versprechen. Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte mit.

Marie, 8 Jahre, Neurodermitis seit dem Babyalter

Nächtliches Kratzen bis aufs Blut, wiederholte äußerliche Behandlungen, die jeweils kurz halfen. Die Familie war erschöpft, Marie zog sich zurück.

In der Familiengeschichte fand sich einiges: Die Mutter hatte Heuschnupfen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die Großmutter mütterlicherseits eine chronische Hautkrankheit. Für mich ein Hinweis auf eine psorische Belastung über mehrere Generationen.

Es folgte eine individuell angepasste Konstitutionstherapie über zwölf Monate. Zu Beginn kam es zu einer Erstreaktion, die nach etwa drei Wochen abklang. Nach einem Jahr zeigte sich ein deutlich verbessertes Hautbild. Marie ist heute ein fröhliches, aktives Kind.

Herr S., 42 Jahre, ausgedehnte Psoriasis mit Gelenkbeteiligung

Seit fünfzehn Jahren Schuppenflechte, dazu eine Psoriasis-Arthritis, in fachärztlicher Behandlung. Beruflich eingeschränkt, sozialer Rückzug wegen der sichtbaren Hautveränderungen.

Miasmatische Konstitutionstherapie über achtzehn Monate, begleitend zur fachärztlichen Behandlung. Die Hautplaques besserten sich im Verlauf deutlich, auch die Gelenkbeschwerden. Über seine ärztliche Medikation hat Herr S. mit seinem behandelnden Arzt entschieden.

Häufige Fragen

Kann ich Kortison während der Behandlung weiternehmen?

Ja. Was Ihnen ärztlich verordnet wurde, nehmen Sie weiter. Änderungen daran besprechen Sie mit der Ärztin oder dem Arzt, der es verordnet hat. Ich setze nichts ab, und ich rate Ihnen auch nicht dazu. Meine Behandlung läuft daneben her.

Lässt sich die Dosierung anpassen, wenn ich empfindlich reagiere?

Ja. Bei Überreaktionen arbeite ich mit LM-Potenzen oder niedrigeren Potenzierungen und gehe behutsamer vor.

Hat die Psora auch mit dem Gemüt zu tun?

Nach diesem Erklärungsmodell ja, in unterschiedlicher Ausprägung. Nicht jeder Patient zeigt ausgeprägte Schüchternheit. Was mich in der Praxis immer wieder beeindruckt, ist, wie häufig sich diese Züge parallel zur Haut verändern.

Was kostet die Behandlung?

Erstgespräch einschließlich Irisdiagnose: 120 bis 150 Euro.
Folgebehandlungen: 60 bis 80 Euro, in der Regel alle vier bis acht Wochen.
Homöopathische Mittel: 15 bis 40 Euro im Monat.
Viele private Krankenkassen übernehmen die Kosten teilweise oder ganz.

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Wenn Sie darüber sprechen möchten

Rufen Sie mich an, dann klären wir in wenigen Minuten, ob mein Weg für Sie überhaupt in Frage kommt. Dieses Vorgespräch kostet Sie nichts.

Naturheilpraxis Hendrik Balzer
In der Römerstadt 236, 60439 Frankfurt-Praunheim
Telefon: 069 576864
Mobil und WhatsApp: 01520 1949559
E-Mail: hpbalzer@googlemail.com

Montag bis Freitag 8:30 bis 18:00 Uhr, Samstag 10:00 bis 13:00 Uhr.
Buslinie 60, kostenfreie Parkplätze, barrierefrei. Auf Wunsch auch als Videosprechstunde.

Die hier beschriebenen naturheilkundlichen Verfahren beruhen auf langjähriger Praxiserfahrung und auf den Grundlagen der klassischen Homöopathie nach Samuel Hahnemann. Sie stellen eine Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung dar und ersetzen diese nicht. Bei unklaren Hautveränderungen sollte immer eine dermatologische Abklärung erfolgen. Die geschilderten Verläufe sind individuelle Erfahrungen und stellen kein Heilversprechen dar.

Hendrik Balzer - jameda.de